Archiv für die Kategorie E Gitarren Mods

3. Mai 2019 • keine Antwort bisher

Yamaha Pacifica 112J Pickguard mod

Yamaha Pacifica 112J Pickguard Modifikation

Yamaha Pacifica 112J Pickguard Modifikation

Die günstigen Yamaha Pacifica Modelle 012 und 112J sind gut, klingen aber immer etwas zu dumpf. Ein Austausch der Pickups kann helfen, muss aber nicht. Ein Grund für den Klang liegt nämlich nicht in den Pickups sondern der Elektronik. Also den Potis, Kondensatoren und vor allem im Layout.

Um die originalen Pickups zu entfesseln kann man, und muss man, einiges machen.

Folgende Modifikationen wurden bei diesem ansonsten originalen Pickguard durchgeführt:

  1. Original Potis entfernt
  2. Original Humbucker auf splitbar (Single Coil) umgebaut
  3. Pickup Anschlüsse so modifiziert, dass in Position 2 (original Bridge Humbucker + Middle Single Coil) Bridge Single Coil + Middle Single Coil aktiviert sind
  4. A500K Push Pull Poti als neuen Volumen Regler, bei Pull wird der Neck Single Coil aktiviert. So sind zusätzlich in Position 1 Bridge Humbucker und Neck Single Coil, und in Position 2 Neck + Middle + Bridge Single Coil aktiv.
  5. Als Tonepoti wurde ein Doppelpoti eingebaut, welches in der Mittelstellung, 5 auf der Knopfskala, leicht einrastet und fast (es ist noch ein Widerstand dazwischen) den originalen dumpfen Pacifica Sound bringt. Dreht man das Poti in Richtung Knopfskala 1 werden weitere Höhen gekappt, in Richtung 10 alle Höhen freigegeben. Das Signal geht nicht mehr vom 5 Way Switch direkt zum Volumenpoti, sondern muss erst durch den Tonepoti.

Zumindest in der Theorie. Als Ideengeber war hier das Fender TBX System Pate, die Ausführung ist aber stark abweichend. So entstehen interessante Effekte je nach Amp Einstellungen.

 

11. April 2019 • Kommentare sind geschlossen

Harley Benton SC 200 Danelectro

Ohne Zusatz = clean sound, Crunchy = etwas verzerrend, Tone: Tonepoti ganz zugedreht!

Harley Benton SC 200 Student

Keine Strat, keine Tele, aber auch keine Les Paul Kopie. Die Harley Benton SC 200 Student für aktuell (Dez 2018) 89 € ist für den Preis recht erstaunlich. Harley Benton ist die Thomann Hausmarke, hergestellt in China von Werweisswem. Gebraucht habe ich sie günstig bekommen. Hat zwar einige Gebrauchsspuren, ist aber ziemlich gut verarbeitet. Keine Grate an den Bünden, Hals gerade, Saitenlage gut, alles funktioniert. Selbst der Klang der beiden identischen Humbucker ist OK. Also kein Grund, etwas an dieser Gitarre zu ändern. Habe es trotzdem gemacht.

 

E Gitarren mod Plan 1

HB Wiring Diagramm 1

HB Wiring Diagramm

Gute Verdrahtungspläne gibt es im Internet. Der Versuch aus der SC 200 Student eine Les Paul zu machen ist ziemlich sicher absolut sinnlos. Also habe ich mich für eine an Danelectro  angelehnte Verkabelung entschieden. Ähnlich der Hodad sollte es sein. Also 2 Humbucker, splitbar, Out of Phase und seriell. Dazu fand ich den neben stehenden Verkabelungsplan, welcher wohl für eine Les Paul erstellt wurde, und habe DANELECTRO Potentiometer und Kondensatorwerte hinzugefügt. Es ist halt ein Experiment.

Schablone 1
Schablone 2
Schablone 3

Für 4 Potis müssen im Body neue Öffnungen angebracht werden. Hierfür reicht eine einfache Papierschablone in Eigenfertigung. Diese nutze ich für den Body und für den zu benutzenden Lötkasten. Denn löten in der engen Gitarrenöffnung ist einfach nicht möglich.

Lötkasten 1
Lötkasten 2
Lötkasten 1
Lötkasten 4
Verkabelung nach Plan 1

Verkabelung nach Plan 1

So ein Wiring Diagramm aus dem Internet hat Vorteile und Nachteile. Der Vorteil ist klar: man hat einen Plan. Der Nachteil ist, dass es einfach und übersichtlich aussieht, aber eine verdammte Fummelarbeit ist. Dennoch gibt es ein Ergebnis. Bei Musikding hatte ich zwei 100 kOhm und 2 1 MOhm Push/Pull Potentiometer und 4 Knobs besorgt. Kondensatoren hatte ich noch, chrom Rahmen und splitbare Humbucker gibt es von Yibuy.

Bohrlöcher einer E Gitarre schliessen

Die Befestigungdlöcher der neuen Humbucker Rahmen stimmen nicht ganz mit den vorhandenen überein. Da helfen Schaschlikspiesse aus dem Supermarkt. Ins Loch stecken, mit dem Fingernagel die obere Stelle markieren, rausziehen und abschneiden. Dann mit dem abgeschnittenen Stück das Loch verschliessen. Da der neue Rahmen flacher ist und, sehr schlau, ein Loch im Kabelkanal endet, muss eine kürzere Schraube organisiert werden um Kabelbeschädigung zu vermeiden.

Natürlich wurden die Elektronikfächer mit Kupferfolie ausgekleidet um Störungen durch andere Stromquellen zu vermeiden. Im 2. Bild kann man den Bohrlochdurchgang, in welchem ein Schaschlikspiess steckt, erkennen.

Harley Benton SC 200 Student modifiziert

+

+

+

+

+

+

So! Viel Arbeit geleistet und jetzt? Ausprobiert und nicht zufrieden gestellt. Obwohl ich selbst verkabelt habe, habe ich Schwierigkeiten beim spielen mit der Bedienung der 4 Push/Pull Schaltern. Der Klang ist gut, die Bedienung Schei… Evtl ist bei der Verlötung auch etwas in die Hose gegangen.  Tone und Volumen der Bridge machen nicht was sie sollen. Der Tonpoti ändert nicht den Ton, der Volumenpoti regelt nicht, wenn er gezogen ist. Deshalb wird eine Neuverdrahtung nach neuem Plan durchgeführt.

 

Harley Benton Danelectro

Nachdem in Teil 1 des Harley Benton SC 200 Student Umbaus zur Danelektro die komplexe Verkabelung in die Hose ging bin ich in mich gegangen. Was brauche ich und wie gewährleiste ich eine einfache Bedienung? Die Antwort fand ich in 2 Verkabelungsanleitungen, welche ich kombinierte.


Harley Benton Wiring

In diesem Wiring Diagramm ist sehr einfach eine 2 Volumen / 2 Tone Regelung dargestellt.

 

 

 

 

Coil Split Schema

Und hier eine Beschreibung des Coil Splitting mittels Push / Pull, welche ich an Neck und Bridge Volumen anstatt normalen Potis verbaut habe. 

 
 

 

 

Und damit wurde das Klangspektrum extrem erweitert. Denn anstatt der serienmässigen 3 Stellungen Neck Humbucker, Neck + Bridge Humbucker und Bridge Humbucker gibt es fünf zusätzliche Positionen: Neck Single Coil, Neck + Bridge Single Coil, Bridge Single Coil, Neck Humbucker + Bridge Single Coil und Neck Single Coil + Bridge Humbucker. Zusätzlich sind beide Pickups seperat in Lautstärke und Klang regelbar.

Harley Benton als Danelectro?

Eigentlich ja. Denn eine Danelectro könnte vom Style so aussehen. Aber eigentlich auch nein, denn an einer Danelectro ist eigentlich alles anders. Unabhängig von der Form des Body und der Kopfplatte sind die Unterschiede prägnant:

Danelectro hat in der Regel C Halsprofil, hier ist es ein fettes D oder eher noch ein U, obwohl Thomann ein C angibt. Evtl. ist dies bei neuen Modellen so.

Danelectro nutzt Lipstik Pickups, oder auch mal P90. 2 Humbucker aber nicht.

Danelectro kombiniert gerne 100 kOhm Potis mit 1 MOhm Potis, hier sind alle 500 kOhm.

Der Danelectro Body ist meist hohl mit Masonit Deckplatten, hier ist es (wahrscheinlich) solide Linde.

Danelectro nutzt eigene Bridges, hier ist ein billiger Gibson Klon montiert.

Das sind wohl die Hauptunterschiede. Doch aussehen, zumindest die Richtung, wie eine Danelectro tut diese Harley Benton SC 200 Student schon.

Folgendes an der gebrauchten SC 200 wurde geändert bzw. gemacht:

  • Neue splitbare Humbucker
  • Neue 500 kOhm Potentiometer für Tone und 500kOhm Push / Pull Potis für Volumen
  • Neue Potiknöpfe
  • Neuer guter 3 Wege Switch
  • Neue 22nF Kondensatoren
  • Neuer Telecaster Jack (passt perfekt)
  • Elektronikfach und Humbuckeröffnungen mit Kupferfolie abgeschirmt
  • Pickguard aus Balsaholz
  • Das ausgeblichene Griffbrett mit Borma Wachs Antik Patina nachgedunkelt
  • Bodyfront und Neckplatefront mit Dupli-Color Next „Minsk Blue Satin Mat“ ohne vorheriges Grundieren (nur mit 320 nass angeschliffen) lackiert
  • Mit TESA Gewebeband weiss Body Seite beklebt

Und hier ein paar Bilder.

12. Februar 2019 • Kommentare sind geschlossen

Fender MiM Standard Stratocaster

Fender Stratocaster

Fender MiM Standard Stratocaster mod

Muss man eine MiM Standard Stratocaster Upgraden? Nein. Pickups, Tuner und selbst das Tremolo sind gut. Aber man kann es versuchen.

Und das wurde hier versucht. Die Upgrades sind:

  1. Fender Locking Tuner
  2. Fender Select Pickups
  3. GMRspare Tone System
  4. Treble Bleed

Im Video ist die umgebaute Gitarre zu hören. Zu beachten ist aber, dass sie über einen billigen VOX verstärkt wurde und das ganze mit Smartphone Huawei Mate 10 Pro aufgenommen wurde. Also nicht optimal. Kurz was zum GMRspare Tone System, welches ca. 10 € incl. Chickenhead Knobs bei Ebay kostet. Es ist eine Mischung aus G&L  PTB und Fender Greasebucket. Der Umbau ist einfach und muss nicht erläutert werden. Ein Fazit kann man mit Frage/Antwort ziehen.

Frage: Fender Locking Tuner haben bis vor kurzem über 100 € gekostet, aktuell bekommt man sie für ca. 70 €. Kann man den Umbau empfehlen?

Antwort: Kann man machen, muss man aber nicht. Die original Mechaniken sind gut.

Frage: Fender Select Pickups kosten ca. 200 €. Hat sich der Umbau gelohnt?

Antwort: Gebraucht waren sie erheblich günstiger. Nochmal würde ich die Originalen der Standard nicht mit Ihnen ersetzten. Sie sind anders. Aber besser?

Frage: 10 € für das GMRspare System ist nicht viel. Kommt es in die nächste Gitarre wieder rein?

Antwort: Hätte ich nicht genug Potis und Kondensatoren hier, dann würde ich es wieder kaufen. Ich bin aber mit meinem gut ausgestatteten Lager selbst recht flexibel. Kann es aber jedem empfehlen.

Frage: Macht der Treble Bleed für das Volumenpoti Sinn?

Antwort: Verwende ich ab sofort für jede Gitarre. Dazu ist er auch noch ein Centartikel, wenn man Widerstände und Kondensatoren im Hause hat. Die ca. 6 € für fertige Teile bei Ebay würde ich aber auch zahlen. 

25. Januar 2019 • Kommentare sind geschlossen

Fender Squier Esquire

Fender Squier Esquire

Fender Squier Esquire

Esquire – die bessere Telecaster?

Noch vor Stratocaster und Telecaster entwickelte Leo Fender die Esquire. Eine E-Gitarren Sparversion mit nur einem Tonabnehmer (es gibt auch Esquire mit 2 Tonabnehmern, sind aber eher selten).

Ein Esquire Bridge Pickup klingt anders als eines einer Telecaster, auch wenn identische Pickups verbaut sind. Gründe hierfür sind 1) das Bridge Pickup einer Esquire wird anders angesteuert und 2) durch das Fehlen des Neck Pickup werden die Saiten weniger in ihrem Schwingverhalten beeinflusst, da im Neckbereich keine Magneten auf sie einwirken. Alles in allem klingt eine Esquire härter, anders. Womit direkt die Eingangsfrage beantwortet ist; sie ist nicht besser oder schlechter als eine Telecaster, sie ist einfach anders.

Wie eine Telecaster besitzt die Esquire einen 3 Way Switch. Für diesen gibt es im Internet jede Menge Schaltpläne.

Esquire Wiring Diagram

The modified Eldred Esquire wiring. Any ideas for a cool name? Illustration courtesy of singlecoil.com

Das abgebildete Esquire Wiring Diagram ist von premierguitar entliehen. Nach diesem wurde die Fender Squier Nashville Telecaster umgebaut. Ein neues Pickguard ohne Single Coil Ausschnitt wurde benötigt, die restlichen Komponenten waren vorhanden. Folgende Schaltstellungen des 3 Way Switch sind jetzt möglich:

Schaltstellung # 1. Die hintere Position ist True Bypass. Der Tonabnehmer der Gitarre wird direkt zur Ausgangsbuchse geleitet, wobei der Klang- und Lautstärkeregler aus dem Signalpfad entfernt werden, um ein Maximum an Twang, Spank und einen guten Solo-Boost zu erreichen.

Schaltstellung # 2. Die mittlere Position ist die gleiche wie bei einem Standard Telecaster, wobei das Tonabnehmersignal durch die Lautstärke- und Klangregler gesteuert wird. Es klingt etwas wärmer als Position # 1.

Schaltstellung # 3. In der vorderen Position wird der Tonabnehmer durch einen einzelnen kleinen Kondensator und eine Lautstärkeregelung geleitet, und die Klangregelung wird umgangen.

Hmmmm!? Eine Telecaster mit 3 Tonabnehmern und 5 Way Switch auf eine Esquire mit nur einem Tonabnehmer und 3 Way Switch „abzurüsten“ soll von Vorteil sein?

Sagen wir mal so: sie wird nicht mehr auf Nashville zurück gebaut.

Bekannte Esquire Spieler sind u.a.: Jimmy Page, Bruce Springsteen, Jeff Beck, Billy Gibbons…

14. Januar 2019 • Kommentare sind geschlossen

Fender Squier Strat HH 2 Volumen und 1 mal Ton

Wenn man bereits Besitzer einer HSS, einer HSH und einer HHH Stratocaster ist und noch gerne eine andere Humbucker Variation haben möchte, so kommt man fast Folgerichtig bei einer HH Kombination an. Aber keine langweilige Standard Schaltung, sondern 6 Kombinationen und als Clou ein Volumenregler für jeden Humbucker. Durch diese Verdrahtung regeln die Volumenregler die Lautstärke nicht auf Null, sondern machen nur lauter und leiser. Dies bringt weitere Kombinationen. Um das Volumen komplett auf Null zu stellen müssen der Volumenregler UND der Tonregler auf Null stehen.

Fender Squier HH Stratocaster

Benötigtes Material:

  1. 2 Humbucker mit 4 Kabeln (plus Massekabel des Gehäuses), Hersteller je nach Geschmack des Umbauers
  2. Push/Pull 500 kOhm Potentiometer
  3. 3-Way Switch
  4. 2 x A500K Potentiometer
  5. 22 nF Kondensator (oder anderer Wert, je nach Vorliebe)
  6. Vintage Kabel aus den USA über Amazon.com (oder auch Anderes)
  7. 1 HH Pickguard

Als Basis dient eine Made in China Fender Squier Affinity Stratocaster. Die war vorrätig, ist aber nicht optimal, da chinesische Affinity oft recht flache Ausschnitte im Gegensatz zu indonesischen Squier haben. So auch hier: Ausschnitttiefe 20 mm, Länge der Humbucker Schrauben 27 mm. Also musste mit Forstner Bohrern entsprechend Platz geschaffen werden.

HH 2 x Volumen 1 x Ton Wiring DiagrammDer Schaltplan ist von Seymour Duncan. Humbucker anderer Hersteller haben sicher nicht identische Farben bei den Humbucker Kabeln, oder falls doch sind die Funktionen der Kabel anders. Dies unbedingt beachten.

6 verschiedene Schaltpositionen sind hiermit möglich. 

  • Bridge Humbucker
  • Bridge und Neck Humbucker
  • Neck Humbucker
  • Bridge Single Coil
  • Bridge und Neck Single Coil
  • Neck Single Coil

Die benötigte Lötarbeit sieht im Schaltplan simpel aus und ist auch wirklich nicht extrem schwierig.

 

Fender Squier HH Stratocaster komplett

Viel mehr ist eigentlich nicht zu sagen. Ich habe Humbucker von Fender, DIMarzio und jede Menge NoName im Einsatz. Und ein Fender Atomic Humbucker klingt anders als ein DIMarzio Humbucker oder ein NoName. Anders muss aber nicht automatisch Besser bedeuten. Ich habe mich deshalb hier für günstige Keramik Humbucker für 18 € entschieden und bin sehr zufrieden damit.

Übrigens: nicht nur der Pickup bestimmt den Ton, sondern jedes Teil der Stratocaster Elektrik! Denk mal drüber nach!

Covered HumbuckerHH Strat Pickguard

28. Dezember 2018 • Kommentare sind geschlossen

Squier Affinity Superstrat 2

Fender Squier Superstrat

+

+

+

+

+

+

+

Dies ist die Weiterführung eines (eigentlich) beendeten Projektes, der Squier MultiTone Superstrat. Was mir lediglich nicht mehr zusagte, war die Optik mit einem Humbucker in Normalgrösse und zwei Humbuckern im Single Coil Format. Ich wollte die HHH Konfiguration in HSH Optik. Und sowas wird teuer, denn Humbucker in echter Single Coil Optik, also ohne Blades sondern mit Polepieces, kosten aktuell ab 60 € aufwärts. Entschieden habe ich mich für einen DIMarzio DP116 HS-2BK. Als neue Humbucker kam ein Set gebrauchte Fender Atomic Humbucker dazu.Vorher war an der Bridge ein splitbar gemachter Squier Standard Stratocaster Humbucker montiert, in Neck und Middle 2 10 € China Teile.

Der Sound ist jetzt natürlich anders, härter. Aber besser? Die Chinesen können anscheinend auch Pickups bauen. Dennoch, es hat sich für mich gelohnt. Optik, Klang, Bespielbarkeit… alles perfekt.

Hier ein paar Bilder vom Umbau. Da die Löcher des neuen Pickguards nicht mit den vorhandenen im Body übereinstimmten, wurden die Löcher mit Hilfe von Schaschlikspiessen geschlossen und mit einem 1,5 mm Metallbohrer (Holzbohrer in dieser Grösse gibt es anscheinend nicht) neu vorgebohrt.

14. August 2018 • Kommentare sind geschlossen

Fender Squier Bullet Strat HSS AW Umbau

Kennst du den Unterschied zwischen einer Squier Bullet und einer Squier Affinity?

Die Farbe! Zumindest manchmal.

Für 119 € (Juli 2018) habe ich beim freundlichen Musikalienhändler in Brilon eine Squier Bullet Strat HSS in Arctic White erstanden. Und bei der Demontage derselben zu Hause fiel auf, dass es eine Affinity war. Oder sind als Affinity verkaufte Squier in Echt Bullets? 

Aktuell werden neue Affinity Strats, nach meiner Kenntnis, nur mit der grossen 70er Kopfplatte verkauft. Es gibt aber auf dem Gebrauchtmarkt Affinitys mit kleiner Kopfplatte und den Tunern der aktuellen Bullets. Es scheint, dass Squier bei den Bullets und Affinitys recht grosszügig mit den Spezifikationen umgeht. Aber egal.

Eine weisse Bullet musste es also sein. Als Basis für einen Umbau. Doch vorab eine kurze Hörprobe der Bullet frisch vom Händler mit den originalen Saiten. Diese waren so schlecht, dass sich die Stratocaster kaum stimmen liess.

 

Was Negativ auffiel:

  1. die aufgezogenen Saiten sind Müll
  2. die dick aufgetragene PU Farbe neigt, bei starker mechanischer Einwirkung, zu Abplatzern
  3. Saitenniederehalter versetzt montiert, erzeugt permanent Verstimmung
  4. billige Mechaniken
  5. billige Bridge

Neutral:

  1. Tonabnehmer Geschmackssache

Positiv:

  1. Fender Optik
  2. saubere Lackierung
  3. Bundierung makellos
  4. Hals 1 A
  5. nur 2,9 kg Gewicht
  6. Abschirmfarbe

Body und Hals sind also gut und dienen damit als Basis für den Umbau. Alles ausser Hals und Pickguard wurden direkt bei Eb** für 50 € verkauft, so dass der Gitarrenpreis sich auf 69 € reduzierte.

Der Squier Umbau

Bodywork

Der Hals (nicht das Griffbrett) wurde mit Hartöl eingerieben, 24 Stunden gewartet, dann gut abgewischt und nochmals geölt. Nach weiteren 24 Stunden wurde er mit einem Tuch poliert. Und noch einmal 24 Stunden warten. Dünn einreiben mit Carnauba Wachs, 24 Stunden warten, Hals polieren, 10 Stunden warten, wieder einwachsen und 24 Stunden warten. Danach polieren (einfach mit einem sauberen Baumwolltuch) und den Hals 2 Tage liegen lassen. Danach kann erc wieder montiert werden. Nun glänzt er wie mit einer hauchdünnen Lackierung und nimmt nicht mehr jeden Schmutz und Handschweiss auf.

Bevor der Hals beschichtet wurde, wurden FENDER Vintage Tuner (Modell-Nummer: 0992074000) besorgt und der Hals hierfür angepasst. Die Bohrungen wurden erweitert und neue Schraublöcher für die Tunerverschraubungen angebracht.

Hals mit Tunern nun wieder an den Body schrauben und ein Decal nach Wunsch anbringen. Diesmal habe ich mich für ein FENDER Decal entschieden.

Als neue Bridge kommt die einer Fender Mexiko Standard (Modell-Nummer: 0071014049) zum Einsatz. Diese ist günstig und gut, aber mit etwas zu langem TremoloBlock, weshalb die Tremoloabdeckung abmontiert bleibt. 

 

Das neue Pickguard

3 Single Coil sollten es werden, aber dennoch etwas ganz Anderes, aber auch wieder einfach zu bedienen. Nach intensiver Recherche über Super- und Megaswitche kam dieser Plan zustande. 

Schaltplan Squier Bullet Strat

Bullet Wiring

Ich gebe gerne zu, dass das ein verwirrendes Geschreibsel ist, obwohl der Plan die komplette Verdrahtung korrekt wieder gibt. Um aber dem verwirrten Betrachter zu helfen, hier die einfache Erklärung:

Geh zur Schaller Webseite und such Dir unter „Megaswitsh M“ den entsprechenden Schaltplan deiner Wahl. Ich habe SSS5 verwendet.

Anstatt beim Tonepoti einen Kondensator einzubauen, baust du in die mittlere Pickguard Bohrung einen 2P6T Schalter ein. Dieser hat an der Unterseite 2 Pole in der Mitte. Einen hiervon mit Masse und den anderen mit dem linken „Ärmchen“ des Tonepotis verbinden.

Um diese 2 Pole befinden sich 12 weitere in Kreisform. An jeweils gegenüber liegenden Polen wird ein Kondensator angeschlossen. An besten vorher mit einem Messgerät Position 1 feststellen, damit man weiss welcher Poti bei welcher Stellung aktiv ist. Und man kann eine logische Reihe schalten.

Folgendes ist meine Lösung:

Drehschalter

  1. Pos 1: 470 nF
  2. Pos 2: 47 nF
  3. Pos 3: 22 NF
  4. Pos 4: 10 nF
  5. Pos 5: 1 nF
  6. Pos 6: 0,33 nF

Der Megaswitch wirkt kompliziert, ist es aber nicht wirklich. Nur schwer die kleinen Punkte zu Löten. Er hat 24 Anschlüsse. 12 auf jeder Seite. Die Anschlüsse der von den Single Coils abgewandten Seite tragen die Buchstaben A-L. Hiervon wird keiner benötigt.

Auf der anderen Seite sind es die Buchstaben M-X. Nicht benötigt werden hiervon N, O, Q, S, U und V. Es wird also nur an 6 Punkten gelötet.

Dies ist eine Standard Stratocaster Schaltung:

  1. Neck
  2. Neck und Middle (parallel)
  3. Middle
  4. Middle und Bridge (parallel)
  5. Bridge

Bei meiner Schaltung erhalten wir

  1. Neck
  2. Neck und Middle (seriell)
  3. Neck und Middle und Bridge (seriell)
  4. Middle und Bridge (seriell)
  5. Bridge

In Verbindung mit den von mir modifizierten Single Coils mit hohem Output gibt dies in Pos 2 und 4, besonders aber in Pos 3, erheblich mehr Volumen. Daten der Single Coils:

  1. Neck: ~ 8kOhm, Alnico III, Polarität Süd, Brummunterdrückt
  2. Middle: ~ 10,5 kOhm, E-D Alnico II, G-e Alnico 5, Polarität Nord, Brummunterdrückt
  3. Bridge: ~ 9 kOhm, E-D Alnico VIII, G-e Alnico V, Polarität Süd, Brummunterdrückt

Als Potentiometer habe ich 220 k Potis verbaut. Noch eins zu den Kondensatoren. Es müssen nicht 45 € Dinger aus „alter russischer Produktion“ oder original Fender für 20 € sein. Alles egal bis auf eines: bitte keine Keramik Kondensatoren!

Fazit Kosten:

Gitarre, Tuner, Bridge, Neckplate, Pickguard in Weiss, Single Coils, 2p6T Switch, Schaller Megaswitch und Kleinkram, alles zusammem ca. 250 €.

50 € für Bullet Teile bekommen. Hat also ca. 200 € gekostet.

Die Gitarre ist echt gut, leider hapert es im Video am Typen am Instrument. So richtig rüber kommen die verschiedenen Klänge, und mit Nutzung des Tonepotis und des Drehschaltersw hat man 30 davon, nicht rüber. Deshalb hier ein letztes Fazit:

Für 200 € habe ich eine Stratocaster, welche alle! Squier Modelle weit hinter sich lässt und auch vor vielen Fendern sich nicht zu verstecken braucht. Zumindest vom Klang und der Bespielbarkeit. Die Qualität eines Fender Body oder Halses wird aber wahrscheinlich besser sein. Falls nicht…GIBSON lässt grüssen!

18. Juni 2018 • Kommentare sind geschlossen

Fender Squier Nashville Telecaster

Squier Nashville Telecaster Feinkost

Eine Telecaster gehört in jedes Haus! Dachte ich mir und besorgte mir eine gebrauchte Fender Squier Telecaster in Butterscotch Blonde, welche laut Beschreibung ein Upgrade in Form eines Boosters und eines Schaller Bridge Pickups bekommen hatte. Prinzipiell war dem auch so, aber…

Ausgepackt, angeschlossen, gegruselt!

Sie klang wie eine Plastik Gitarre aus dem Spielzeugladen. Und die Saiten schnarrten. Also auseinander bauen und Fehler suchen. An der zerlegten Gitarre fiel sofort auf, dass ein wirklicher Könner eine perfekte Abschirmung mit Kupferfolie angebracht hatte. Saubere Verbindungen von Neck zu Bridge und weiter zum Elektrofach waren vorhanden. Tip Top! Die Batterieöffnung für den Booster war nicht perfekt, aber ordentlich gefräst. Der Booster mit Push/Pull Poti war sauber verlötet. Doch all dies wurde durch einen Kardinalfehler zunichte gemacht.

Dicke Folie in Carbonoptik unter der Bridge!

Was die da sollte ist mir unklar, was sie da gemacht hat aber schon: den Klang versaut. Wenn die Gitarre schon mal auseinander ist, kann man auch mal direkt an einen Umbau gehen. Eine Fender Squier Nashville Telecaster sollte es werden. Zumindest etwas in die Richtung. Gerne hätte ich eine klassische Telecaster Bridge angebracht, doch die Breite der Pickup Fräsung war dafür zu gross. Die klassische Bridge deckt dieses Loch nicht ganz ab. 

Squier Nashville Telecaster Feinkost

Squier Nashville Telecaster Feinkost

Squier Nashville Telecaster Neckplate

Squier Nashville Telecaster Neckplate

Squier Nashville Telecaster N3

Squier Nashville Telecaster N3

Dass es nicht eine echte Fender Nashville Telecaster wird war klar und auch nicht gewollt. Die Schaltung z.B. der Fender Deluxe Nashville ist wie die einer Stratocaster. Mein Ziel war die Erweiterung einer Telecaster. Stratocaster habe ich ausreichend an der Wand hängen. 

Folgende Teile habe ich besorgt oder hatte sie noch im Fundus:

  1. Fender Tuner
  2. Transparent roter Lack
  3. „Feinkost“ Aufkleber
  4. Yibuy 10 kOhm Neck Pickup
  5. Fender N3 Noiseless Stratocaster Pickup
  6. Tonerider TRT 1 Bridge Pickup
  7. Nashville Style Pickguard aus China
  8. GraphTech Sattel
  9. Locking Gurthalter
  10. Waterslide Inkjet Folie
  11. 5 Way Switch
  12. Potis

Als Erstes wurde die Kupferfolie entfernt. In den nun blanken Body wurde eine Öffnung für ein Mittelpickup gefräst. Da serienmässig bei der Squier Affinity Telecaster ein Kabelschacht von Neck- zu Bridgepickup verläuft, wurde dieser beim fräsen automatisch freigelegt und nutzbar gemacht. Nach dem fräsen wurde der Body neu abgeschirmt.

Aus reiner Neugier und ohne echte Notwendigkeit habe ich die Bodyseiten angeschliffen, einen „Feinkost“ Aufkleber angebracht, das Ganze mit transparent rotem Lack besprüht, Aufkleber entfernt und noch eine Lage des roten Klarlackes aufgetragen.

Original Headstock Logo entfernt, Kopf mit Klarlack lackiert (der Hals ist serienmässig mit Klarlack dünn lackiert, das Griffbrett nicht) und neues Logo angebracht.

Die China Tuner wurden entfernt, Arretierungsöffnungen für die Fender Tuner angebohrt und die Tuner montiert.

Original Gurtpinne raus und durch Security Pinne ersetzt.

Booster, Push/Pull Poti und 3 Way Switch entfernt. 5 Way Switch und 250 k Poti mit den neuen Pickups verlötet. Und hier gibt es einen entscheidenden Unterschied zur Fender Deluxe Nashville Telecaster. Die Fender hat folgende Schaltung:

  1. Bridge
  2. Bridge + Middle
  3. Middle
  4. Neck + Middle
  5. Neck

Das ist aber keine Telecaster Erweiterung, sondern eine Stratocaster Schaltung. Deshalb wurde meine Telecaster so geschaltet:

  1. Neck
  2. Bridge + Neck
  3. Bridge
  4. Middle + Bridge
  5. Middle

Hierbei bleiben die Positionen 1-3 klassische Telecaster Sounds und die Positionen 4 und 5 sind Erweiterungen des Klangs.

4. Juni 2018 • Kommentare sind geschlossen

Fender Stratocaster Black and Gold

Fender Squier Affinity Strat Black & Gold 01

Fender Squier Affinity Strat Black & Gold

Eigentlich wollte ich diese indonesische Fender Squier Affinity Strat nur wegen dem Ahornhals. Dieser sollte an der Candy Apple Red Superstrat montiert werden. Das traf dann aber doch nicht meinen Geschmack. Ich hatte also eine optisch unangenehme, schwarz-weisse Strats konnte ich nie leiden, Stratocaster. Verkaufen oder umbauen? war die Frage.

Fender Squier Affinity Indonesien

Fender Squier Affinity Indonesien

Ich entschied mich für den Umbau. Im Bild ist das „hässliche Entlein“ so zu sehen, wie ich sie bekam. Gebraucht, etwas schmuddelig aber ohne ernsthafte Beschädigungen. Vorab schon mal Eines:

Ich bekenne mich hier als Fan von Squier E-Gitarren. Eine Affinity Strat z.B. hat immer eine gute Grundsubstanz und ist auch ohne Upgrades nutzbar. Und indonesiche Squier sind immer besser als chinesische. 

Fender Squier Affinity Strat Back

Squier Affinity Strat Back

Doch dieses Mal ist es etwas anders. Die Tuner sind gleich denen der Bullet Strat. Gleiches gilt für die Elektronik und die Pickups. Eigentlich haben die indonesischen Squier Affinity Strat Pickups ca. 5,8 kOhm. Diese haben 3,8 kOhm equivalent der Bullet. Und was wirklich überraschend war: Bohrlöcher des Pickguard und der Backplate entsprechen nicht der üblichen Squier. Da wartet also doch eine Menge Arbeit.

Im Bild zu sehen die Ebay Kleinanzeige, welche den Zustand der Stratocaster korrekt angab. Der Preis war akzeptabel.

Ebay Kleinanzeige

Ebay Kleinanzeige

Squier Affinity Strat Hals mod

Anpassen der Locking Tuner

Anpassen der Locking Tuner

Der Hals wurde mit AAAA Stahlwolle gereinigt, die Bünde poliert und ein Teil des originalen Squier Headstock Logos entfernt. Die Bohrungen für die Tuner waren, wie üblich bei den Bulletstrat Tunern, ca. 8,5 mm. Als Option standen Vintage Kluson Locking Tuner oder Fender Schaller Style Locking Tuner. Da gute Erfahrungen mit den zweit genannten vorhanden sind, fiel die Entscheidung auf diese. Die Löcher im Headstock wurden auf 10 mm aufgebohrt. Dies ging überraschend einfach.

Bohrloch Markierungen

Bohrloch Markierungen

Anschliessend wurden die neuen Tuner, im Bild sind Fender Mexico Standard Tuner verwendet worden da die goldenen noch nicht geliefert waren, in die Löcher gesteckt und leicht angezogen. Dadurch hinterlassen die 2 Arretierungspins Abdrücke, welche ich als Bohrmarkierung nutze.

 

Tuner Arretierungslöcher

Tuner Arretierungslöcher

Mit einem 3 mm Holzbohrer werden ca. 5 mm tiefe Löcher gebohrt. Diese Prozedur wird für alle sechs Löcher wiederholt. 

Anschliessend wurde das Logo von Strat, was die Gitarre „kleiner“ macht, auf Stratocaster geändert. Dann wurde der Headstock mit transparentem Holzfüller glänzend lackiert. Die zwischenzeitlich eingetroffenen goldenen Tuner montieren und der Hals war fertig.

,

Fender Schaller Style Locking Tuner

Fender Schaller Style Locking Tuner

Fender Squier Stratocaster Headstock

Fender Squier Stratocaster Headstock

Affinity Strat Bodywork

Affinity Strat Body

Affinity Strat Body

Kratzer hatte der Body, aber nichts wirklich Ernsthaftes. Auf dem Foto sieht es zwar schlimm aus, das Meiste ist aber durch eine gründliche Reinigung wieder in einen ordentlichen Zustand zu bekommen. Anscheinend war etwas Abschirmlack aufgebracht, erweckte aber nicht unbedingt mein Vertrauen. 

 

Stratocaster Body mit Kupferfolie

Stratocaster Body mit Kupferfolie

Deshalb wurde der Body mit Kupferfolie ausgekleidet.

Der Body wurde dann mit Schleifpaste, welche reinigt und matte Stellen, aber keine tieferen Kratzer, entfernt, poliert. Anschliessend mit Wachscreme eingerieben und diese trocknen lassen. Danach folgt die Endpolitur mit einem alten sauberen T-Shirt. Der Body ist danach von der Optik und Haptik neuwertig. Hat aber 2 kleine Stellen auf der Rückseite, an denen die Kratzer etwas tiefer waren. Sieht man nicht, stört mich nicht.

Nachdem der Body gereinigt ist wird die neue Bridge installiert. Dies ist die 3. Bridge des Herstellers, welche ich verbaue. Und die Erste, welche mich vor ein Problem stellte. Dazu später mehr. Die Bridge Montage ist einfach, da alle vorhandenen Bohrungen passen. Auch der Jack liess sich gut montieren, die Problematik mit den Pickguard Bohrungen habe ich Anfangs erwähnt. Da ein normales 11 Loch Pickguard, auch keines von Squier, an die vorhandenen Bohrungen passt, wurde ein 8 Loch Pickguard aus dem Fundus genommen. Hier stimmten immerhin 4 Bohrungen überein, beim 11 Loch waren es nur 2 obwohl ein 11 Loch Pickguard montiert war. Bei den 4 nicht vorhandenen Bohrungen wurde mit einem 1 mm Stahlbohrer vorgebohrt, dann die Schrauben eingedreht. Gleiches bei der Backplate. Die originale Elektrik wurde komplett entfernt und duch die Elektrik und Pickups einer Squier Deluxe Stratocaster, welche vom Umbau auf HHH Stratocaster übrig waren, ersetzt. Dieses wurde zusätzlich modifiziert. Der mittlere Poti wurde durch einen Push/Pull Poti ersetzt. Dadurch ergeben sich folgende 7 Pickup Kombinationen:

Push/Pull nicht gezogen:

  1. Bridge
  2. Bridge + Middle
  3. Middle
  4. Middle + Neck
  5. Neck

Push/Pull gezogen:

  1. Bridge + Neck
  2. Bridge + Middle + Neck
  3. Middle
  4. Bridge + Middle + Neck
  5. Bridge + Neck

Der Tone Poti für den Middle Pickup wurde zusätzlich mit der Bridge gekoppelt, so dass er Bridge und Middle regelt.

Die Bridge enthält einen Full Block aus Zink. 

Beim einstellen der Gitarre trat ein permanentes Schnarren zwischen 10. und 20. Bund auf. Auch eine Korrektur der Halskrümmung ergab keine Besserung. Bei genauer Betrachtung der Bridge erwies sich diese als Fehlerquelle. Die verwendeten Höhenjustierschrauben waren zu kurz! Ich habe die der originalen Bridge genommen, welche ca. 3 mm länger waren. Problem gelöst. Ich bin zufrieden!

Die Kosten für das ganze Projekt inklusive Gitarre, Versand etc. belaufen sich auf ca. 180 €. Mit etwas Glück bekommt man hierfür eine neue Squier Affinity Strat. Vergleichbar ist sie aber mit keiner aktuell erhältlichen Squier. Locking Tuner oder Full Block Bridge oder mit Kupferfolien Abschirmung oder zuschaltbarem Neck Pickup oder Bridge Tone gibt es bei keiner Squier. Und alles zusammen schon mal gar nicht.

Bilder der fertigen Squier Stratocaster:

Ein paar Impressionen vom Umbau usw

24. Mai 2018 • Kommentare sind geschlossen

Squier Bullet Strat HT

Fender Squier Bullet Stratocaster Shield

Fender Squier Bullet Stratocaster Shield

Fiesta Red Squier Bullet Stratocaster

Gesucht wurde eine günstige E-Gitarre für einen jungen Schüler der örtlichen Musikschule. Die Wahl fiel auf eine nur wenige Monate alte Fender Squier Bulletstrat mit Hard Tail in Fiesta Red. 60 € incl. Versand bei Ebay Kleinanzeigen war ein gutes Angebot.

Die Squier Bullet Strat hat nicht die besten Tuner. Da hilft es, dass kein Tremolo zusätzlich „Unstimmigkeit“ bringt. Und Anfänger sollte man auch nicht mit einem Tremolo überfordern. Eigentlich hatte ich gedacht, dass bei dieser billigen, neu aktuell 115 € Stand Mai 2018, Gitarre jede Menge nachzuarbeiten wäre. Stimmt aber nicht. Sehr aufgeräumte Elektronik, das Fach sogar recht gut abgeschirmt. Hals gut verarbeitet, keine scharfen Bünde oder ähnliches. Der Vorbesitzer hatte noch die Bünde poliert und das Griffbrett geölt. 

Kleinigkeiten wurden dennoch gemacht. Das Elektronikfach wurde für perfekte Abschirmung, auch Musikschüler haben Auftritte auf Bühnen, mit Kupferfolie beklebt. Warum kein Tone Poti bei Fender und Squier den Bridge Pickup regelt weiss ich auch nicht. Also den Bridge Single Coil mit dem Tone Regler für den Middle Pickup gekoppelt. Roller String Tree anstatt der sehr sehr billigen originalen Saitenniederhaltern montiert. Den Sattel dann noch mit Graphit eingerieben und neue Saiten drauf, einstellen, Fertig. 

Intonation stimmt, die Saitenlage (Action) ist niedrig. Eine gut bespielbare Stratocaster. Mit einem Nachteil, welcher dem Preis geschuldet ist: die Single Coil Tonabnehmer treffen mit ihren lediglich ca. 3,8 kOhm nicht meinen Geschmack. Ich finde sie etwas dumpf. Ist aber mein persönlicher Geschmack. 

Zu der Bulletstrat noch ein Gigbag, Gurt, Kabel, Verstärker und Plektrons gepackt, und schon ist das E-Gitarren Einsteiger Set fertig. Alle Teile hatte ich noch in meinem Fundus, so dass das Paket zu einem echten Kampfpreis, also ohne jeglichen Gewinn, abgegeben werden konnte. Hätte sie aber auch gerne behalten.