Archiv für die Kategorie Stratocaster

12. Februar 2019 • Kommentare sind geschlossen

Fender MiM Standard Stratocaster

Fender Stratocaster

Fender MiM Standard Stratocaster mod

Muss man eine MiM Standard Stratocaster Upgraden? Nein. Pickups, Tuner und selbst das Tremolo sind gut. Aber man kann es versuchen.

Und das wurde hier versucht. Die Upgrades sind:

  1. Fender Locking Tuner
  2. Fender Select Pickups
  3. GMRspare Tone System
  4. Treble Bleed

Im Video ist die umgebaute Gitarre zu hören. Zu beachten ist aber, dass sie über einen billigen VOX verstärkt wurde und das ganze mit Smartphone Huawei Mate 10 Pro aufgenommen wurde. Also nicht optimal. Kurz was zum GMRspare Tone System, welches ca. 10 € incl. Chickenhead Knobs bei Ebay kostet. Es ist eine Mischung aus G&L  PTB und Fender Greasebucket. Der Umbau ist einfach und muss nicht erläutert werden. Ein Fazit kann man mit Frage/Antwort ziehen.

Frage: Fender Locking Tuner haben bis vor kurzem über 100 € gekostet, aktuell bekommt man sie für ca. 70 €. Kann man den Umbau empfehlen?

Antwort: Kann man machen, muss man aber nicht. Die original Mechaniken sind gut.

Frage: Fender Select Pickups kosten ca. 200 €. Hat sich der Umbau gelohnt?

Antwort: Gebraucht waren sie erheblich günstiger. Nochmal würde ich die Originalen der Standard nicht mit Ihnen ersetzten. Sie sind anders. Aber besser?

Frage: 10 € für das GMRspare System ist nicht viel. Kommt es in die nächste Gitarre wieder rein?

Antwort: Hätte ich nicht genug Potis und Kondensatoren hier, dann würde ich es wieder kaufen. Ich bin aber mit meinem gut ausgestatteten Lager selbst recht flexibel. Kann es aber jedem empfehlen.

Frage: Macht der Treble Bleed für das Volumenpoti Sinn?

Antwort: Verwende ich ab sofort für jede Gitarre. Dazu ist er auch noch ein Centartikel, wenn man Widerstände und Kondensatoren im Hause hat. Die ca. 6 € für fertige Teile bei Ebay würde ich aber auch zahlen. 

14. Januar 2019 • Kommentare sind geschlossen

Fender Squier Strat HH 2 Volumen und 1 mal Ton

Wenn man bereits Besitzer einer HSS, einer HSH und einer HHH Stratocaster ist und noch gerne eine andere Humbucker Variation haben möchte, so kommt man fast Folgerichtig bei einer HH Kombination an. Aber keine langweilige Standard Schaltung, sondern 6 Kombinationen und als Clou ein Volumenregler für jeden Humbucker. Durch diese Verdrahtung regeln die Volumenregler die Lautstärke nicht auf Null, sondern machen nur lauter und leiser. Dies bringt weitere Kombinationen. Um das Volumen komplett auf Null zu stellen müssen der Volumenregler UND der Tonregler auf Null stehen.

Fender Squier HH Stratocaster

Benötigtes Material:

  1. 2 Humbucker mit 4 Kabeln (plus Massekabel des Gehäuses), Hersteller je nach Geschmack des Umbauers
  2. Push/Pull 500 kOhm Potentiometer
  3. 3-Way Switch
  4. 2 x A500K Potentiometer
  5. 22 nF Kondensator (oder anderer Wert, je nach Vorliebe)
  6. Vintage Kabel aus den USA über Amazon.com (oder auch Anderes)
  7. 1 HH Pickguard

Als Basis dient eine Made in China Fender Squier Affinity Stratocaster. Die war vorrätig, ist aber nicht optimal, da chinesische Affinity oft recht flache Ausschnitte im Gegensatz zu indonesischen Squier haben. So auch hier: Ausschnitttiefe 20 mm, Länge der Humbucker Schrauben 27 mm. Also musste mit Forstner Bohrern entsprechend Platz geschaffen werden.

HH 2 x Volumen 1 x Ton Wiring DiagrammDer Schaltplan ist von Seymour Duncan. Humbucker anderer Hersteller haben sicher nicht identische Farben bei den Humbucker Kabeln, oder falls doch sind die Funktionen der Kabel anders. Dies unbedingt beachten.

6 verschiedene Schaltpositionen sind hiermit möglich. 

  • Bridge Humbucker
  • Bridge und Neck Humbucker
  • Neck Humbucker
  • Bridge Single Coil
  • Bridge und Neck Single Coil
  • Neck Single Coil

Die benötigte Lötarbeit sieht im Schaltplan simpel aus und ist auch wirklich nicht extrem schwierig.

 

Fender Squier HH Stratocaster komplett

Viel mehr ist eigentlich nicht zu sagen. Ich habe Humbucker von Fender, DIMarzio und jede Menge NoName im Einsatz. Und ein Fender Atomic Humbucker klingt anders als ein DIMarzio Humbucker oder ein NoName. Anders muss aber nicht automatisch Besser bedeuten. Ich habe mich deshalb hier für günstige Keramik Humbucker für 18 € entschieden und bin sehr zufrieden damit.

Übrigens: nicht nur der Pickup bestimmt den Ton, sondern jedes Teil der Stratocaster Elektrik! Denk mal drüber nach!

Covered HumbuckerHH Strat Pickguard

28. Dezember 2018 • Kommentare sind geschlossen

Squier Affinity Superstrat 2

Fender Squier Superstrat

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Dies ist die Weiterführung eines (eigentlich) beendeten Projektes, der Squier MultiTone Superstrat. Was mir lediglich nicht mehr zusagte, war die Optik mit einem Humbucker in Normalgrösse und zwei Humbuckern im Single Coil Format. Ich wollte die HHH Konfiguration in HSH Optik. Und sowas wird teuer, denn Humbucker in echter Single Coil Optik, also ohne Blades sondern mit Polepieces, kosten aktuell ab 60 € aufwärts. Entschieden habe ich mich für einen DIMarzio DP116 HS-2BK. Als neue Humbucker kam ein Set gebrauchte Fender Atomic Humbucker dazu.Vorher war an der Bridge ein splitbar gemachter Squier Standard Stratocaster Humbucker montiert, in Neck und Middle 2 10 € China Teile.

Der Sound ist jetzt natürlich anders, härter. Aber besser? Die Chinesen können anscheinend auch Pickups bauen. Dennoch, es hat sich für mich gelohnt. Optik, Klang, Bespielbarkeit… alles perfekt.

Hier ein paar Bilder vom Umbau. Da die Löcher des neuen Pickguards nicht mit den vorhandenen im Body übereinstimmten, wurden die Löcher mit Hilfe von Schaschlikspiessen geschlossen und mit einem 1,5 mm Metallbohrer (Holzbohrer in dieser Grösse gibt es anscheinend nicht) neu vorgebohrt.

14. August 2018 • Kommentare sind geschlossen

Fender Squier Bullet Strat HSS AW Umbau

Kennst du den Unterschied zwischen einer Squier Bullet und einer Squier Affinity?

Die Farbe! Zumindest manchmal.

Für 119 € (Juli 2018) habe ich beim freundlichen Musikalienhändler in Brilon eine Squier Bullet Strat HSS in Arctic White erstanden. Und bei der Demontage derselben zu Hause fiel auf, dass es eine Affinity war. Oder sind als Affinity verkaufte Squier in Echt Bullets? 

Aktuell werden neue Affinity Strats, nach meiner Kenntnis, nur mit der grossen 70er Kopfplatte verkauft. Es gibt aber auf dem Gebrauchtmarkt Affinitys mit kleiner Kopfplatte und den Tunern der aktuellen Bullets. Es scheint, dass Squier bei den Bullets und Affinitys recht grosszügig mit den Spezifikationen umgeht. Aber egal.

Eine weisse Bullet musste es also sein. Als Basis für einen Umbau. Doch vorab eine kurze Hörprobe der Bullet frisch vom Händler mit den originalen Saiten. Diese waren so schlecht, dass sich die Stratocaster kaum stimmen liess.

 

Was Negativ auffiel:

  1. die aufgezogenen Saiten sind Müll
  2. die dick aufgetragene PU Farbe neigt, bei starker mechanischer Einwirkung, zu Abplatzern
  3. Saitenniederehalter versetzt montiert, erzeugt permanent Verstimmung
  4. billige Mechaniken
  5. billige Bridge

Neutral:

  1. Tonabnehmer Geschmackssache

Positiv:

  1. Fender Optik
  2. saubere Lackierung
  3. Bundierung makellos
  4. Hals 1 A
  5. nur 2,9 kg Gewicht
  6. Abschirmfarbe

Body und Hals sind also gut und dienen damit als Basis für den Umbau. Alles ausser Hals und Pickguard wurden direkt bei Eb** für 50 € verkauft, so dass der Gitarrenpreis sich auf 69 € reduzierte.

Der Squier Umbau

Bodywork

Der Hals (nicht das Griffbrett) wurde mit Hartöl eingerieben, 24 Stunden gewartet, dann gut abgewischt und nochmals geölt. Nach weiteren 24 Stunden wurde er mit einem Tuch poliert. Und noch einmal 24 Stunden warten. Dünn einreiben mit Carnauba Wachs, 24 Stunden warten, Hals polieren, 10 Stunden warten, wieder einwachsen und 24 Stunden warten. Danach polieren (einfach mit einem sauberen Baumwolltuch) und den Hals 2 Tage liegen lassen. Danach kann erc wieder montiert werden. Nun glänzt er wie mit einer hauchdünnen Lackierung und nimmt nicht mehr jeden Schmutz und Handschweiss auf.

Bevor der Hals beschichtet wurde, wurden FENDER Vintage Tuner (Modell-Nummer: 0992074000) besorgt und der Hals hierfür angepasst. Die Bohrungen wurden erweitert und neue Schraublöcher für die Tunerverschraubungen angebracht.

Hals mit Tunern nun wieder an den Body schrauben und ein Decal nach Wunsch anbringen. Diesmal habe ich mich für ein FENDER Decal entschieden.

Als neue Bridge kommt die einer Fender Mexiko Standard (Modell-Nummer: 0071014049) zum Einsatz. Diese ist günstig und gut, aber mit etwas zu langem TremoloBlock, weshalb die Tremoloabdeckung abmontiert bleibt. 

 

Das neue Pickguard

3 Single Coil sollten es werden, aber dennoch etwas ganz Anderes, aber auch wieder einfach zu bedienen. Nach intensiver Recherche über Super- und Megaswitche kam dieser Plan zustande. 

Schaltplan Squier Bullet Strat

Bullet Wiring

Ich gebe gerne zu, dass das ein verwirrendes Geschreibsel ist, obwohl der Plan die komplette Verdrahtung korrekt wieder gibt. Um aber dem verwirrten Betrachter zu helfen, hier die einfache Erklärung:

Geh zur Schaller Webseite und such Dir unter „Megaswitsh M“ den entsprechenden Schaltplan deiner Wahl. Ich habe SSS5 verwendet.

Anstatt beim Tonepoti einen Kondensator einzubauen, baust du in die mittlere Pickguard Bohrung einen 2P6T Schalter ein. Dieser hat an der Unterseite 2 Pole in der Mitte. Einen hiervon mit Masse und den anderen mit dem linken „Ärmchen“ des Tonepotis verbinden.

Um diese 2 Pole befinden sich 12 weitere in Kreisform. An jeweils gegenüber liegenden Polen wird ein Kondensator angeschlossen. An besten vorher mit einem Messgerät Position 1 feststellen, damit man weiss welcher Poti bei welcher Stellung aktiv ist. Und man kann eine logische Reihe schalten.

Folgendes ist meine Lösung:

Drehschalter

  1. Pos 1: 470 nF
  2. Pos 2: 47 nF
  3. Pos 3: 22 NF
  4. Pos 4: 10 nF
  5. Pos 5: 1 nF
  6. Pos 6: 0,33 nF

Der Megaswitch wirkt kompliziert, ist es aber nicht wirklich. Nur schwer die kleinen Punkte zu Löten. Er hat 24 Anschlüsse. 12 auf jeder Seite. Die Anschlüsse der von den Single Coils abgewandten Seite tragen die Buchstaben A-L. Hiervon wird keiner benötigt.

Auf der anderen Seite sind es die Buchstaben M-X. Nicht benötigt werden hiervon N, O, Q, S, U und V. Es wird also nur an 6 Punkten gelötet.

Dies ist eine Standard Stratocaster Schaltung:

  1. Neck
  2. Neck und Middle (parallel)
  3. Middle
  4. Middle und Bridge (parallel)
  5. Bridge

Bei meiner Schaltung erhalten wir

  1. Neck
  2. Neck und Middle (seriell)
  3. Neck und Middle und Bridge (seriell)
  4. Middle und Bridge (seriell)
  5. Bridge

In Verbindung mit den von mir modifizierten Single Coils mit hohem Output gibt dies in Pos 2 und 4, besonders aber in Pos 3, erheblich mehr Volumen. Daten der Single Coils:

  1. Neck: ~ 8kOhm, Alnico III, Polarität Süd, Brummunterdrückt
  2. Middle: ~ 10,5 kOhm, E-D Alnico II, G-e Alnico 5, Polarität Nord, Brummunterdrückt
  3. Bridge: ~ 9 kOhm, E-D Alnico VIII, G-e Alnico V, Polarität Süd, Brummunterdrückt

Als Potentiometer habe ich 220 k Potis verbaut. Noch eins zu den Kondensatoren. Es müssen nicht 45 € Dinger aus „alter russischer Produktion“ oder original Fender für 20 € sein. Alles egal bis auf eines: bitte keine Keramik Kondensatoren!

Fazit Kosten:

Gitarre, Tuner, Bridge, Neckplate, Pickguard in Weiss, Single Coils, 2p6T Switch, Schaller Megaswitch und Kleinkram, alles zusammem ca. 250 €.

50 € für Bullet Teile bekommen. Hat also ca. 200 € gekostet.

Die Gitarre ist echt gut, leider hapert es im Video am Typen am Instrument. So richtig rüber kommen die verschiedenen Klänge, und mit Nutzung des Tonepotis und des Drehschaltersw hat man 30 davon, nicht rüber. Deshalb hier ein letztes Fazit:

Für 200 € habe ich eine Stratocaster, welche alle! Squier Modelle weit hinter sich lässt und auch vor vielen Fendern sich nicht zu verstecken braucht. Zumindest vom Klang und der Bespielbarkeit. Die Qualität eines Fender Body oder Halses wird aber wahrscheinlich besser sein. Falls nicht…GIBSON lässt grüssen!

4. Juni 2018 • Kommentare sind geschlossen

Fender Stratocaster Black and Gold

Fender Squier Affinity Strat Black & Gold 01

Fender Squier Affinity Strat Black & Gold

Eigentlich wollte ich diese indonesische Fender Squier Affinity Strat nur wegen dem Ahornhals. Dieser sollte an der Candy Apple Red Superstrat montiert werden. Das traf dann aber doch nicht meinen Geschmack. Ich hatte also eine optisch unangenehme, schwarz-weisse Strats konnte ich nie leiden, Stratocaster. Verkaufen oder umbauen? war die Frage.

Fender Squier Affinity Indonesien

Fender Squier Affinity Indonesien

Ich entschied mich für den Umbau. Im Bild ist das „hässliche Entlein“ so zu sehen, wie ich sie bekam. Gebraucht, etwas schmuddelig aber ohne ernsthafte Beschädigungen. Vorab schon mal Eines:

Ich bekenne mich hier als Fan von Squier E-Gitarren. Eine Affinity Strat z.B. hat immer eine gute Grundsubstanz und ist auch ohne Upgrades nutzbar. Und indonesiche Squier sind immer besser als chinesische. 

Fender Squier Affinity Strat Back

Squier Affinity Strat Back

Doch dieses Mal ist es etwas anders. Die Tuner sind gleich denen der Bullet Strat. Gleiches gilt für die Elektronik und die Pickups. Eigentlich haben die indonesischen Squier Affinity Strat Pickups ca. 5,8 kOhm. Diese haben 3,8 kOhm equivalent der Bullet. Und was wirklich überraschend war: Bohrlöcher des Pickguard und der Backplate entsprechen nicht der üblichen Squier. Da wartet also doch eine Menge Arbeit.

Im Bild zu sehen die Ebay Kleinanzeige, welche den Zustand der Stratocaster korrekt angab. Der Preis war akzeptabel.

Ebay Kleinanzeige

Ebay Kleinanzeige

Squier Affinity Strat Hals mod

Anpassen der Locking Tuner

Anpassen der Locking Tuner

Der Hals wurde mit AAAA Stahlwolle gereinigt, die Bünde poliert und ein Teil des originalen Squier Headstock Logos entfernt. Die Bohrungen für die Tuner waren, wie üblich bei den Bulletstrat Tunern, ca. 8,5 mm. Als Option standen Vintage Kluson Locking Tuner oder Fender Schaller Style Locking Tuner. Da gute Erfahrungen mit den zweit genannten vorhanden sind, fiel die Entscheidung auf diese. Die Löcher im Headstock wurden auf 10 mm aufgebohrt. Dies ging überraschend einfach.

Bohrloch Markierungen

Bohrloch Markierungen

Anschliessend wurden die neuen Tuner, im Bild sind Fender Mexico Standard Tuner verwendet worden da die goldenen noch nicht geliefert waren, in die Löcher gesteckt und leicht angezogen. Dadurch hinterlassen die 2 Arretierungspins Abdrücke, welche ich als Bohrmarkierung nutze.

 

Tuner Arretierungslöcher

Tuner Arretierungslöcher

Mit einem 3 mm Holzbohrer werden ca. 5 mm tiefe Löcher gebohrt. Diese Prozedur wird für alle sechs Löcher wiederholt. 

Anschliessend wurde das Logo von Strat, was die Gitarre „kleiner“ macht, auf Stratocaster geändert. Dann wurde der Headstock mit transparentem Holzfüller glänzend lackiert. Die zwischenzeitlich eingetroffenen goldenen Tuner montieren und der Hals war fertig.

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Fender Schaller Style Locking Tuner

Fender Schaller Style Locking Tuner

Fender Squier Stratocaster Headstock

Fender Squier Stratocaster Headstock

Affinity Strat Bodywork

Affinity Strat Body

Affinity Strat Body

Kratzer hatte der Body, aber nichts wirklich Ernsthaftes. Auf dem Foto sieht es zwar schlimm aus, das Meiste ist aber durch eine gründliche Reinigung wieder in einen ordentlichen Zustand zu bekommen. Anscheinend war etwas Abschirmlack aufgebracht, erweckte aber nicht unbedingt mein Vertrauen. 

 

Stratocaster Body mit Kupferfolie

Stratocaster Body mit Kupferfolie

Deshalb wurde der Body mit Kupferfolie ausgekleidet.

Der Body wurde dann mit Schleifpaste, welche reinigt und matte Stellen, aber keine tieferen Kratzer, entfernt, poliert. Anschliessend mit Wachscreme eingerieben und diese trocknen lassen. Danach folgt die Endpolitur mit einem alten sauberen T-Shirt. Der Body ist danach von der Optik und Haptik neuwertig. Hat aber 2 kleine Stellen auf der Rückseite, an denen die Kratzer etwas tiefer waren. Sieht man nicht, stört mich nicht.

Nachdem der Body gereinigt ist wird die neue Bridge installiert. Dies ist die 3. Bridge des Herstellers, welche ich verbaue. Und die Erste, welche mich vor ein Problem stellte. Dazu später mehr. Die Bridge Montage ist einfach, da alle vorhandenen Bohrungen passen. Auch der Jack liess sich gut montieren, die Problematik mit den Pickguard Bohrungen habe ich Anfangs erwähnt. Da ein normales 11 Loch Pickguard, auch keines von Squier, an die vorhandenen Bohrungen passt, wurde ein 8 Loch Pickguard aus dem Fundus genommen. Hier stimmten immerhin 4 Bohrungen überein, beim 11 Loch waren es nur 2 obwohl ein 11 Loch Pickguard montiert war. Bei den 4 nicht vorhandenen Bohrungen wurde mit einem 1 mm Stahlbohrer vorgebohrt, dann die Schrauben eingedreht. Gleiches bei der Backplate. Die originale Elektrik wurde komplett entfernt und duch die Elektrik und Pickups einer Squier Deluxe Stratocaster, welche vom Umbau auf HHH Stratocaster übrig waren, ersetzt. Dieses wurde zusätzlich modifiziert. Der mittlere Poti wurde durch einen Push/Pull Poti ersetzt. Dadurch ergeben sich folgende 7 Pickup Kombinationen:

Push/Pull nicht gezogen:

  1. Bridge
  2. Bridge + Middle
  3. Middle
  4. Middle + Neck
  5. Neck

Push/Pull gezogen:

  1. Bridge + Neck
  2. Bridge + Middle + Neck
  3. Middle
  4. Bridge + Middle + Neck
  5. Bridge + Neck

Der Tone Poti für den Middle Pickup wurde zusätzlich mit der Bridge gekoppelt, so dass er Bridge und Middle regelt.

Die Bridge enthält einen Full Block aus Zink. 

Beim einstellen der Gitarre trat ein permanentes Schnarren zwischen 10. und 20. Bund auf. Auch eine Korrektur der Halskrümmung ergab keine Besserung. Bei genauer Betrachtung der Bridge erwies sich diese als Fehlerquelle. Die verwendeten Höhenjustierschrauben waren zu kurz! Ich habe die der originalen Bridge genommen, welche ca. 3 mm länger waren. Problem gelöst. Ich bin zufrieden!

Die Kosten für das ganze Projekt inklusive Gitarre, Versand etc. belaufen sich auf ca. 180 €. Mit etwas Glück bekommt man hierfür eine neue Squier Affinity Strat. Vergleichbar ist sie aber mit keiner aktuell erhältlichen Squier. Locking Tuner oder Full Block Bridge oder mit Kupferfolien Abschirmung oder zuschaltbarem Neck Pickup oder Bridge Tone gibt es bei keiner Squier. Und alles zusammen schon mal gar nicht.

Bilder der fertigen Squier Stratocaster:

Ein paar Impressionen vom Umbau usw

24. Mai 2018 • Kommentare sind geschlossen

Squier Bullet Strat HT

Fender Squier Bullet Stratocaster Shield

Fender Squier Bullet Stratocaster Shield

Fiesta Red Squier Bullet Stratocaster

Gesucht wurde eine günstige E-Gitarre für einen jungen Schüler der örtlichen Musikschule. Die Wahl fiel auf eine nur wenige Monate alte Fender Squier Bulletstrat mit Hard Tail in Fiesta Red. 60 € incl. Versand bei Ebay Kleinanzeigen war ein gutes Angebot.

Die Squier Bullet Strat hat nicht die besten Tuner. Da hilft es, dass kein Tremolo zusätzlich „Unstimmigkeit“ bringt. Und Anfänger sollte man auch nicht mit einem Tremolo überfordern. Eigentlich hatte ich gedacht, dass bei dieser billigen, neu aktuell 115 € Stand Mai 2018, Gitarre jede Menge nachzuarbeiten wäre. Stimmt aber nicht. Sehr aufgeräumte Elektronik, das Fach sogar recht gut abgeschirmt. Hals gut verarbeitet, keine scharfen Bünde oder ähnliches. Der Vorbesitzer hatte noch die Bünde poliert und das Griffbrett geölt. 

Kleinigkeiten wurden dennoch gemacht. Das Elektronikfach wurde für perfekte Abschirmung, auch Musikschüler haben Auftritte auf Bühnen, mit Kupferfolie beklebt. Warum kein Tone Poti bei Fender und Squier den Bridge Pickup regelt weiss ich auch nicht. Also den Bridge Single Coil mit dem Tone Regler für den Middle Pickup gekoppelt. Roller String Tree anstatt der sehr sehr billigen originalen Saitenniederhaltern montiert. Den Sattel dann noch mit Graphit eingerieben und neue Saiten drauf, einstellen, Fertig. 

Intonation stimmt, die Saitenlage (Action) ist niedrig. Eine gut bespielbare Stratocaster. Mit einem Nachteil, welcher dem Preis geschuldet ist: die Single Coil Tonabnehmer treffen mit ihren lediglich ca. 3,8 kOhm nicht meinen Geschmack. Ich finde sie etwas dumpf. Ist aber mein persönlicher Geschmack. 

Zu der Bulletstrat noch ein Gigbag, Gurt, Kabel, Verstärker und Plektrons gepackt, und schon ist das E-Gitarren Einsteiger Set fertig. Alle Teile hatte ich noch in meinem Fundus, so dass das Paket zu einem echten Kampfpreis, also ohne jeglichen Gewinn, abgegeben werden konnte. Hätte sie aber auch gerne behalten.

22. Mai 2018 • Kommentare sind geschlossen

Squier Surf HSS Black Strat

Fender Squier Affinity Surf Stratocaster

Fender Squier Affinity Surf Stratocaster

China Fender Squier Affinity

Da will man nur einen gebrauchten Verstärker kaufen und schwups legt der Verkäufer noch eine alte Stratocaster dazu. Eine ältere Fender Squier Affinity aus China. Alt und hässlich. So eine, bei der man nicht weint, wenn sie geklaut wird. Kaputt war nichts, aber schmuddelig war sie und jede Pickup Stellung hörte sich gleich an. Schwarz mit vergilbt weissem Pickguard spricht mich auch nicht an. Also für einen 50er weg. Oder dran rumbasteln.

China Squier Affinity Strat
Fender Squier Surf Stratocaster Body Work

Fender Squier Surf Stratocaster Body Work

Eine

Squier Surf Stratocaster

ist Surf Green oder Daphne Blue. Sie hat drei Single Lipstick Tonabnehmer und Vintage Tuner. Immer! Ausser man baut sie selbst. Mit diesen Teilen:

  • Kaish Locking Tuner
  • GraphTech String Trees
  • Artec Alnico V Lipstick Humbucker, 15 kOhm
  • Calig S71 Neck Lipstick Keramik, 6,2 kOhm
  • Calig S72 Middle Lipstick Keramik, 6,8 kOhm
  • HSS Pickguard
  • Obsidian Elektronik
  • Bridge einer indonesischen Affinity Squier Strat mit Fender Stahl Reitern und 45 mm Big Block aus Messing

Das sind ca. 250 € an Teilen. Aber es wird eine einzigartige Stratocaster. Locking Tuner, Spring Trees, neue Brücke und Pickups bringen Stimmstabilität und besseren Klang. Der Messdingblock bringt 308 g auf die Waage, der originale nur 119 g. Das HSS Pickguard ist ein Muss wegen dem Humbucker. Mit der Obsidian Elektronik ist eine lötfreie Montage möglich. Dazu kommt das splitten des Humbuckers in Bridge + Middle Position bei gleichzeitigem einschalten eines 250 k Potentiometer. In der Bridge Position ist der Humbucker voll da mit einem 500 k Poti. Einfach Klasse! Und teuer.

Es sollte keine Fender werden, aber auch keine Affginity mehr sein. Deshalb wurde das Logo im Headstock entsprechend angepasst und selbiger auf „Alt“ lackiert. Am Body wurden „Relic“ Schleifspuren dezent angebracht, aber mit Klarlack überlackiert und danach der ganze Body poliert und gewachst. Der Messingblock ist etwas zu gross für die originale Backplate, deshalb wurde eine kürzere Neue angefertigt. Sieht alles aus wie gebraucht und neu gleichzeitig. Der Sound ist ungewöhnlich, aber gefällt mir gut. Ein lohnender Umbau. Ist sie besser als eine Surf Squier oder gar Fender Strat? Sie ist einfach anders. 

22. Mai 2018 • 1 Antwort

Squier Deluxe Strat HHH Big Bang

Fender Squier Deluxe QMT Stratocaster HHH

Fender Squier Deluxe QMT Stratocaster HHH

Fender Frontline 2006 Katalog

Fender Frontline 2006 Katalog

Fender Frontline 2006 Katalog
Fender Squier QMT Deluxe Strat Locking Tuner

Fender Squier QMT Deluxe Strat Locking Tuner

Was ist jetzt eigentlich die exakte Bezeichnung für diese Gitarre? Es handelt sich um eine 

Fender Squier Deluxe QMT Stratocaster

Fender und Squier ist klar, das Deluxe erschliesst sich durch die Listung im 2006er Fender Katalog Seite 158. Warum dennoch „Standard“ auf dem Headstock steht, ist ein Fender internes Geheimnis. Noch eines ist, nur so nebenbei, eine 3300 € Fender. Kennst du die Fender 69 Strat CC für ca. 3300 € (Mai 2018)? Die besitzt eine Hardtail Bridge. Im Headstock steht jedoch (siehe Bild):

Fender 69 Strat

Fender 69 Strat

Eine Hardtail mit synchronisiertem Tremolo. Interessant! Aber egal. Die hier vorgestellte Strat ist also eine Fender Squier Deluxe mit Quilted Maple Top (QMT). Neupreis war mal 377 €. Unterschied zur Standard Stratocaster ist lediglich die QMT Optik. Eine gute Basis zum umbauen. Gemacht werden soll:

  1. Tremolo stimmstabil bekommen
  2. Tone Kontrolle auch für das Bridge Pickup
  3. Neck Pickup zuschaltbar
  4. 3 echte Humbucker als Tonabnehmer

Tremolo stimmstabil bekommen

Das geht relativ einfach. Anstatt der 2 Federn im Tremolo montiere mindestens 3, besser 4. Dann trage Graphit mit einem Bleistift auf deinen Sattel. Eine Feder unter dem Jammerhaken stabilisiert diesen. Und zum Schluss: Locking Tuner. Fertig.

Tone Kontrolle auch für das Bridge Pickup

Bridge Tone Control

Bridge Tone Control

Da wird nur eine Verbindung gelötet. Fertig.

Durch diese Verbindung wird der Bridge Pickup gleichzeitig mit dem Middle Pickup geregelt. Das haben andere Hersteller längst als Standard bei ihren Strat ähnlichen E-Gitarren.

 

Neck Pickup zuschaltbar

Auch nicht wirklich schwierig. Allerdings müssen Schalter getauscht oder zugefügt werden. Am elegantesten ist es, den mittleren Tone Poti durch einen Push/Pull Poti zu ersetzten. Bei dieser Strat habe ich einen zusätzlichen Kippschalter On/Off montiert. Dieser ist zwischen Neck Pickup am 5 Way Switch und linkem Pin des Volumen Poti geschaltet. In der Off Position passiert nichts, in der On Position wird der Neck Pickup zugeschaltet. So ergeben sich folgende Pickup Kombination:

Off

  1. Neck
  2. Neck + Middle
  3. Middle
  4. Middle + Bridge
  5. Bridge

On

  1. Neck
  2. Neck + Middle
  3. Neck + Middle
  4. Neck + Middle + Bridge
  5. Neck + Bridge

Also 7 anstatt der üblichen 5 Positionen.

3 echte Humbucker als Tonabnehmer

Hört sich einfacher an als es ist. Die original Ausfräsungen einer Fender Squier Deluxe Strat sind HSH. Ohne Fräsen passt kein Humbucker in die Mittelposition. Auch 24 mm CTS Potis sind nicht zu empfehlen wegen Platzmangel. Braucht man aber auch nicht unbedingt.

Viele Späne später ist die Mitte frei gefräst und sind Vertiefungen für die Humbucker Schrauben angebracht. Ein 6er Loch für den Kippschalter in das bei Ebay oder in den USA erhältliche HHH Pickguard gebohrt, gelötet, fertig. Ist aber eine Menge Arbeit.

Zur Info: ein Nachbau ist nur für den interessant, der 3 echte Humbucker haben will. Viel weniger Arbeit, und viel billiger, ist es, in ein HSH Pickguard in der Mitte einen Humbucker im Single Coil Format einzubauen!

Ergebnis

Sieht gut aus, hört sich prima an! Wollte ich unbedingt haben. Die nächste HHH wird aber wie in der Infobox erwähnt. Ach ja, noch zu den Humbuckern. Alnico V 15 kOhm in der Bridge, Keramik 9 kOhm in der Mitte und Alnico V 7,5 kOhm in Neck Position. Alle 3 zusammen ergeben den „Big Bang“.